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In über zwanzig Fällen Löhne veruntreut PDF Drucken E-Mail
Freitag, 8. September 2017

-Bundespolizisten verhaften Sachsen-Anhalter am Münchner Flughafen-

Flughafen München - Er war auf dem Weg in den Irak, als am frühen Donnerstagmorgen (7. September) die Handschellen klickten. Jetzt sitzt der Mann im Münchner Gefängnis. Bundespolizisten hatten den 54-jährigen Deutschen zur Ausreise nach Erbil kontrolliert und waren dabei auf eine Fahndungsnotiz der Staatsanwaltschaft Magdeburg gestoßen.

Das Amtsgericht in Bernburg an der Saale hatte den gebürtigen Westfalen bereits Anfang Dezember letzten Jahres wegen Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 23 Fällen verurteilt, ihn zu 2.100 Euro Geldstrafe oder 70 Tagen Haft verurteilt. Der Richterspruch hatte den Bernburger augenscheinlich ebenso wenig gekümmert wie das finanzielle Wohl seiner früheren Angestellten. Auch eine spätere Ladung zum Haftantritt hatte er offensichtlich ignoriert, war vermutlich untergetaucht. Daher hatte die Magdeburger Staatsanwaltschaft im August dieses Jahres die Polizeibehörden deutschlandweit mit der Suche nach dem Untergetauchten beauftragt. Gestern hatte die Suche im Erdinger Moos ein Ende. Bundespolizisten haben den Gesuchten im Terminal 1 festgenommen.

Da der 54-Jährige den geforderten Geldbetrag nicht beibringen konnte, muss er nun die verhängte Haftstrafe absitzen. Dazu brachten die Bundesbeamten den Festgenommenen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim.

Christian Köglmeier
Bundespolizei Flughafen München

 
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