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Von Offenburg nach Berlin: Timo Lippuner fordert Steigerung
Donnerstag, 9. November 2017

Weniger als 48 Stunden nach dem hart erkämpften 3:2-Pokalsieg in Offenburg müssen die Roten Raben schon wieder ran: Im Bundesligaspiel beim noch punktlosen VCO Berlin will die Mannschaft von Cheftrainer Timo Lippuner ihre englische Woche mit dem dritten Auswärtserfolg in sieben Tagen abrunden. Das Team ist am Donnerstag vormittag aus dem Badischen direkt in die Bundeshauptstadt gefahren, wo am Freitag um 18 Uhr im Sportforum Hohenschönhausen der erste Aufschlag erfolgt.

Für den Coach ist klar, dass nach dem mühsamen 5-Satz-Sieg beim Zweitligisten „eine Leistungssteigerung kommen muss“. Die eigenen Stärken möglichst gut einsetzen – mit dieser Devise wollen die Raben den angestrebten Auswärtsdreier holen. Lippuner fordert: „Der Aufschlag muss wieder druckvoller werden und der Block deutlich besser funktionieren als in Offenburg.“

Was das spielende Personal betrifft, müssen die Vilsbiburgerinnen auch beim VCO noch ohne Kapitän Lena Stigrot (Fußgelenkverletzung) auskommen. Der Trainer will beim Berliner Juniorinnenteam, das in seinen vier bisherigen Saisonspielen noch ohne Satzgewinn blieb, in der Aufstellung „einige Optionen prüfen, die wir dann in den nächsten harten Wochen unter Umständen noch brauchen werden“. Konkret will Lippuner den beiden Mittelblockerinnen Mira Heimrich und Marlies Wagendorp Einsatzzeit geben. Die Holländerin dürfte sich darüber besonders freuen, feiert sie doch punktgenau am Spieltag ihren 24. Geburtstag.

Auch wenn die volle Konzentration im RabenNest aktuell natürlich einem erfolgreichen Auftritt in Berlin gilt, dürfen sich die Volleyball-Fans in Vilsbiburg und der Region schon jetzt auf das nächste Heimspiel freuen: Am Samstag, 18. November, 19 Uhr, steigt in der Ballsporthalle der immer attraktive und emotionsgeladene Klassiker gegen den Dresdner SC. Karten gibt’s in der Geschäftsstelle sowie unter www.roteraben.de/fanzone.

MICHAEL STOLZENBERG
PRESSESPRECHER
Rote Raben Bundesligabetriebs GmbH

 
Polin nach jahrelangen bundespolizeilichen Ermittlungen verurteilt
Donnerstag, 9. November 2017

-Knapp drei Jahre Haft wegen Einschleusens von Ausländern-

Flughafen München - Oft brauchen Ermittler einen langen Atem. Auch im Fall einer jetzt am Münchner Amtsgericht verurteilten polnischen Schleuserin hat sich das wieder gezeigt. Ermittler der Bundespolizei im Erdinger Moos hatten zusammen mit der Landshuter Staatsanwaltschaft seit Oktober 2013 gegen die in Griechenland wohnhafte Polin wegen bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Nach einer Odyssee durch europäische Rechtsgepflogenheiten waren die Ermittler der Bundespolizei der Verdächtigen im April dieses Jahres habhaft geworden und konnten sie der deutschen Gerichtsbarkeit zuführen. Jetzt hat das Amtsgericht München ein Urteil gefällt: Zwei Jahre und neun Monate Haft. Außergewöhnlich an dem Fall ist, dass die Verurteilte sogar ihre Kinder für ihre kriminellen Machenschaften missbraucht hatte.

Erstmals in den Fokus der Bundespolizei-Ermittler gerückt war die Polin, als Flugzeugreiniger am Münchner Flughafen Anfang Oktober 2013 auf einer Urlaubsmaschine aus Rhodos zwei dänische Pässe gefunden und diese zur Bundespolizei gebracht hatten. Die Grenzpolizisten hatten damals schnell festgestellt, dass die beiden Reisedokumente komplett gefälscht waren, und sich daher genauer mit den Umständen des Fundes befasst. Bei ihren Ermittlungen waren die Beamten einer aus Griechenland operierenden Schleuserbande auf die Spur gekommen; eines der Mitglieder, die heute 42-jährige Polin. Im Laufe der Ermittlungen hatten die Bundesbeamten die komplette Infrastruktur der Bande offengelegt, einen 27-Jährigen Iraner als Kopf der Bande und weitere zehn tatverdächtige Mitglieder, alles Polen mit Lebensmittelpunkt in Griechenland, identifiziert. Die zehn Polen hatten als Handlanger des Iraners agiert. Sie hatten mit Ihren Reisedokumenten Bordkarten für zumeist Urlaubsflüge von griechischen Inseln zu Flughäfen in ganz Deutschland beschafft. Dabei hatten die Polen auch ihre Kinder in die kriminellen Machenschaften hineingezogen, indem sie auch die Dokumente ihrer Sprösslinge für die Fake-Buchungen verwendet hatten. Anschließend waren die Schleusungswilligen mit gefälschten Dokumenten, ausgestellt auf die Daten der Bordkartenbeschaffer, ausgestattet und zu den betreffenden Flughäfen gebracht worden. Von den griechischen Inselflughäfen war es dann unter Ausnutzung der polizeilich grundsätzlich nicht kontrollierten Schengenverbindungen mit den gefälschten Dokumenten nach Deutschland gegangen. Für diese Dienste hatten die Geschleusten pro Person 4.500 Euro berappen müssen. Die Polen hatten davon zwischen fünfzig und zweihundert Euro bekommen. Insgesamt hatten die Ermittler der Organisation mehrere hundert Fälle vorgeworfen, der jetzt verurteilten Polin hatten sie 63 davon nachweisen können.

Aufgrund der Ermittlungen der Bundespolizei am Münchner Airport hatte die Staatsanwaltschaft in Landshut seit Ende Juni 2015 mit internationalem Haftbefehl nach der Frau gesucht.

Anfang Dezember 2015 hatte es dann so ausgesehen, als ob die Polin endlich der deutschen Gerichtsbarkeit zugeführt werden könnte. Die Polizeibehörden in Griechenland waren dem Festnahmeersuchen der Landshuter Staatsanwaltschaft zuerst nachgekommen und hatten die Gesuchte verhaftet. Allerdings waren die dortigen Behörden dem Auslieferungsgesuch der bayerischen Justiz dann nicht nachgekommen und hatten die Frau nach vier Wochen wieder auf freien Fuß gesetzt. Den hellenischen Richtern hatten die aus Deutschland übermittelten Beweise offenbar nicht gereicht.

Dann hatte es noch einmal elf Monate gedauert, bis die heute 42-Jährige aufgrund des internationalen Haftbefehls abermals festgenommen worden war. Anfang November 2016 war sie albanischen Grenzpolizisten an der griechisch-albanischen Grenze aufgefallen und von ihnen festgenommen worden. Den albanischen Justizbehörden hatten die Beweise gegen die Frau dann offensichtlich für eine Auslieferung nach Deutschland gereicht. Also hatten Bundespolizisten sich im April dieses Jahres auf den Weg auf den Balkan machen und die Gesuchte Abholen können. In Deutschland angekommen, hatten die Bundesbeamten die Festgenommene auf richterliches Geheiß ins Münchner Frauengefängnis eingeliefert. Dort hatte sie die Gerichtsverhandlung abwarten müssen. In dieser Zeit hatten die Ermittler der Bundespolizei die Frau zu den Tatvorwürfen ausführlich vernommen. Dabei hatte sie ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Am Münchner Amtsgericht wurden jetzt sechs der vorgeworfenen Fälle verhandelt. Der Amtsrichter sah die Schuld der 42-Jährigen als erwiesen an und verurteilte sie daher wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in sechs Fällen und Beihilfe zur Urkundenfälschung in fünf Fällen zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. In seiner Urteilsbegründung führte der Richter vor allem die erhebliche kriminelle Energie an, welche die Verurteilte bei ihren Taten an den Tag gelegt hatte.

Der Kopf der Schleuserbande, der 27-jährige Iraner, ist mittlerweile auch gefasst und in Griechenland verurteilt worden. Er muss die nächsten 25 Jahre hinter schwedischen Gardinen verbringen.

Christian Köglmeier
Bundespolizei Flughafen München

 
Knapp 5.000 Euro Strafe wegen Widerstand gegen Bundespolizisten
Donnerstag, 9. November 2017

-Türkischer Flugreisender vom Erdinger Amtsgericht verurteilt-

Flughafen München - Mit 1,8 Promille zur Einreisekontrolle, das ist zwar nicht alltäglich, aber auch nicht unbedingt strafrechtlich oder polizeilich relevant. Wenn man aber dann offenbar alkoholbedingt seinen Aggressionen freien Lauf lässt und Bundespolizisten beleidigt, angreift und verletzt, kann das schnell vor Gericht enden. So erging es zumindest einem türkischen Fluggast Ende Mai dieses Jahres. Von Bundespolizisten damals angezeigt, ist der 30-Jährige jetzt von einem Richter am Erdinger Amtsgericht verurteilt worden.

Der 30-jährige türkische Staatsbürger war damals aus Istanbul im Erdinger Moos angekommen. Noch bevor die kontrollierende Beamtin eine Frage stellen konnte, hatte sie starken Alkoholgeruch wahrgenommen. Später sollte sich herausstellen, dass der Türke einen Blutalkoholwert von 1,8 Promille hatte. Bei der Befragung hatte der Einreisende die Beamtin nicht akzeptieren wollen und nach einem männlichen Beamten verlangt. Aufgrund jeglicher fehlender Kooperationsbereitschaft seitens des 30-jährigen hatte die weitere Kontrolle auf der Wache stattfinden müssen. Der Mann war aber auch dort immer aggressiver geworden und hatte versucht, sich der Kontrolle zu entziehen. Die Bundespolizisten hatten den Aggressor nur durch Zwangsmaßnahmen und die anschließende Fesselung daran hindern können. Der Trunkenbold hatte sich auch gegen die weiteren polizeilichen Maßnahmen heftig gewehrt und dabei einem Polizeibeamten die Schulter ausgerenkt, sodass dieser im Krankenhaus behandelt werden musste. Genutzt hatte dem Türken das Ganze dennoch nichts: neben einer Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte hatte ihm sein Verhalten ein Einreiseverbot beschert. Die Bundesbeamten hatten ihm die Einreise verweigert und ihn tags darauf wieder zurück nach Istanbul geschickt. Jetzt ist am Münchner Amtsgericht das Urteil gegen den Türken gefallen: 4.800 Euro Geldstrafe, ersatzweise 120 Tage Haft wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in drei tateinheitlichen Fällen in Tateinheit mit Körperverletzung.

Christian Köglmeier
Bundespolizei Flughafen München

 
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