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Zwei Haftbefehle am Wochenende und ein eher unüblicher Einsatz für Flughafen-Bundespolizisten
Montag, 24. April 2017

- Hohe Strafe wegen Diebstahls und Gefängnis trotz bereits erfolgter Abschiebung
- Graffiti-Maler auf frischer Tat betroffen und verhaftet, Versuch der Beweismittelvernichtung

Am vergangenen Sonntag verhafteten Bundespolizisten am Münchner Flughafen zwei mit Haftbefehl gesuchte Personen. Eine Gesuchte konnte die geforderte Geldstrafe nicht bezahlen und musste die Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Bei dem Zweiten wurde die Restfreiheitsstrafe direkt vollstreckt. Eine Woche zuvor nahmen zwei Bundespolizisten auf dem Weg zum Dienst mehrere "Graffiti-Künstler" in der Nähe des Hauptbahnhofes fest und übergaben diese der Landespolizei.

Am Sonntag Nachmittag (23. April) wollte eine 22-jährige Kasachin aus Kiew kommend am Flughafen München einreisen. Bei ihrer Einreiseüberprüfung stellten die eingesetzten Bundespolizisten einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I fest. Die junge Frau war wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von knapp 2.000 Euro oder ersatzweise 59 Tage Haft verurteilt worden. Da sie die geforderte Geldstrafe nicht begleichen konnte, wurde sie in die Justizvollzugsanstalt nach München eingeliefert. Dort muss sie jetzt die 59 Tage Haft absitzen.

Am frühen Abend konnten Beamte der Bundespolizei einen 44-jährigen Mexikaner festnehmen. Der Mann war Ende 2007 vom Landgericht Frankfurt am Main wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeln mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Wie in solchen Fällen üblich, wurde der Mexikaner dann 2008 abgeschoben mit der Auflage, bei Wiedereinreise die restliche Strafe zu verbüßen. Warum er dann trotzdem den Weg von Moskau über München nach Mexiko City wählte, ist unbekannt. Von der Kontrolle ging es für den Südamerikaner dann direkt für die nächsten 607 Tage ins Gefängnis.

Eine Woche vorher (14. April) wurden zwei Bundespolizisten des Münchner Flughafens auf dem Weg zum Dienst Zeugen, wie sich eine Gruppe junger "Künstler" an einem Jugendtreff in München an einer öffentlichen Infotafel malend verewigten. Der Maler wurde festgenommen und sein Tatgerät, ein Lackstift, beschlagnahmt. Im Rahmen der Festnahme erkannten die Bundespolizisten auf dem Smartphone einer weiteren beteiligten Person Hinweise auf andere Straftaten im Graffitibereich. Beim Versuch, auch dieses Beweismittel zu beschlagnahmen, leistete die Person Widerstand und versuchte, die Beweise durch Löschen zu vernichten. Nur durch Zwang konnten die Beamten dies verhindern und das Smartphone beschlagnahmen. Die bereits informierte und zuständige Landespolizei übernahm anschließend die "Künstler" zur weiteren Bearbeitung und Anzeigenaufnahme sowie zur Auswertung des Beweismaterials.

Albert Poerschke
Bundespolizei Flughafen München

 
Pressebericht der Polizeiinspektion Freising vom 23.04.17
Sonntag, 23. April 2017

Freising – angetrunkene Pkw-Fahrerin

Heute Morgen gegen 01.00 Uhr wurde eine 44-jährige aus Freising in der Landshuter Straße einer Verkehrskontrolle unterzogen, wobei leichter Alkoholgeruch festgestellt wurde. Der Alcotest ergab einen Wert über 0,6 Promille. Die Folgen sind nun ein 1-monatiges Fahrverbot und 500 € Geldbuße.

Marzling - volltrunken gegen Gartenmauer

Gestern Vormittag gegen 11.20 Uhr wurde ein Verkehrsunfall in Marzling gemeldet. Ein Pkw war auf der Isarstraße in Richtung Freisinger Straße unterwegs, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen eine Gartenmauer prallte. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Pkw auf die gegenüberliegende Straßenseite geschleudert. Der Pkw-Fahrer, ein 19-jähriger aus der Gemeinde, erlitt bei dem Unfall diverse Prellungen. Bei der Unfallaufnahme wurde deutlicher Alkoholgeruch festgestellt, ein Alcotest ergab einen Wert von über 2,5 Promille. Der Pkw-Lenker wurde ins Klinikum Freising eingeliefert, wo er eine Blutentnahme über sich ergehen lassen musste, seine Fahrerlaubnis wurde sichergestellt. Insgesamt entstand bei dem Unfall Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 €, der Pkw musste abgeschleppt werden.

Thomas Baumgartner Polizeihauptkommissar
Polizei Freising

 
Pressebericht der Landespolizeiinspektion Flughafen München 21.04.2017 bis Sonntag, 23.04.2017
Samstag, 22. April 2017

Unfall mit Verletztem

Flughafen München. Ein Leichtverletzter und Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro, so lautet die Bilanz eines Verkehrsunfalles, der sich am Freitag-Abend im Bereich der Terminalstraße West ereignete. Der 61-jährige aus dem Lkr. Landshut stammende Lenker eines Pkw, VW fuhr entgegen der Einbahnstraße in die Terminalstraße West ein, um in das gegenüberliegende Modul A zu gelangen. Zeitgleich passierte der 48-jährige Fahrer eines Pkw, Audi A 6 ordnungsgemäß die Terminalstraße West. In der Folge kam es zum Zusammenstoß, weil der 61-Jährige den 48-jährigen am Steuer des Audi übersah. Bei dem Unfall wurden beide Autos so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt wurden. Der Münchner erlitt durch den Crash Schmerzen im Nackenbereich. Er begab sich in ärztliche Behandlung.

Taxifahrt ohne Barmittel

Flughafen München. Wer ein Taxi in Anspruch nimmt, sollte dies auch bezahlen können. Dies sah ein 55-jähriger in Rosenheim wohnender Bosnier offensichtlich anders. Er ließ sich am frühen Samstagmorgen von München zum Flughafen chauffieren, ohne in der Lage zu sein, die Rechnung zu begleichen. Als die verständigten Flughafenpolizisten den Vorfall aufnahmen, konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Fahrgast schon öfters wegen gleichgelagerter Delikte auffällig war. Da er auch noch angab, während der Fahrt aufgrund der eingeschalteten Klimaanlage vergiftet worden zu sein, ist zudem das zuständige Gesundheitsamt informiert worden. Eine Anzeige wegen Leistungserschleichung bleibt dem psychisch Auffälligem trotzdem nicht erspart.

Drei Verletzte nach Verkehrsunfall mit Fernreisebus

Flughafen München. Sachschaden in Höhe von etwa 80.000 Euro sowie eine Schwer- und zwei Leichtverletzte sind die Folgen eines Abbiegeunfalles. Dieser ereignete sich am Samstag-Mittag in der Erdinger Allee. Die 66-jährige aus Mittenwald stammende Lenkerin eines älteren Pkw, Opel Astra war auf der Staatsstraße 2584 in Richtung Flughafen unterwegs. Sie wollte auf Höhe der OMV-Tankstelle nach links einbiegen. Sie schätzte dabei vermutlich die Entfernung zu einem in entgegengesetzter Fahrtrichtung herannahendem und mit 30 Personen besetzten Fernreisebus falsch ein. Der Fahrer, ein 43-Jähriger, versuchte noch auszuweichen. Dies gelang allerdings nicht, weshalb es zum Frontalzusammenstoß der Fahrzeuge kam. Die Unfallverursacherin wurde schwer verletzt. Sie kam stationär in das Krankenhaus Erding. Zwei Businsassen erlitten leichte Blessuren. Der Pkw wurde totalbeschädigt und musste aufgeladen werden. Auch der tonnenschwere Reisebus eines Landshuter Unternehmens wurde durch den Anprall so deformiert, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war. Ein Ersatzbus mit Fahrer kam an die Unfallstelle. Die Buspassagiere konnten ihre Heimfahrt in den Bereich Landshut fortsetzen. Da an der Unfallstelle verschiedene Betriebsstoffe ausliefen, war die Feuerwehr Schwaig unterstützend bei der Verkehrsregelung und Fahrbahnsäuberung tätig. Die zuständige Straßenmeisterei Erding gab nach eingehender Begutachtung und dem Einsatz einer Kehrmaschine den Streckenabschnitt um 14.50 Uhr wieder frei. Während der Unfallaufnahme und der Umlade-Tätigkeiten kam es punktuell zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.

Christian Maier
PI Flughafen München

 
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