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HZA-M: Bodypacker von Zoll geschnappt PDF Drucken E-Mail
Freitag, 8. September 2017

95 Schluckbehältnisse (sogenannte Bodypacks) haben Zöllner am Flughafen München bei einem 26- jährigen Mann entdeckt, der von den Niederlanden kommend weiter mit dem Zug nach Italien fahren wollte.

Bei der Zollkontrolle wirkte der junge Mann äußerst nervös und verstrickte sich in Widersprüche, was seine Auskünfte über Reisezweck und -dauer anging. Die Beamten führten daraufhin einen Drogenwischtest durch, der Kokain anzeigte. Da weder am Körper noch im Gepäck des Reisenden Kokain gefunden wurde, musste der Mann im Krankenhaus geröntgt werden. "Das Röntgenbild bestätigte den Verdacht der Zöllner. Im Laufe des Tages kamen 95 Behältnisse mit Kokain zum Vorschein, die über den natürlichen Weg ausgeschieden wurden", so Marie Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts München.

Insgesamt konnten rund ein Kilogramm Kokain sichergestellt werden.

Gegen den Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut durch das Amtsgericht Landshut ein Haftbefehl erlassen. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt München übernommen.

Bodypacking Als Bodypacking wird das Verschlucken von Betäubungsmitteln zum Zweck des Transportes bezeichnet. Die Drogen werden dabei in speichel- und magensäureresistente Beutel (z.B. Kondome) verpackt. Platzt nur eines dieser Behältnisse im Magen, bedeutet das in den meisten Fällen den sicheren Tod.

Hauptzollamt München
Pressesprecherin
Marie-Ingrid Müller

 
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