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Feuerwehr-Großeinsatz wegen eines geparkten Sattelanhängers mit Gefahrgut PDF Drucken E-Mail
Montag, 15. Mai 2017

Am Sonntag, den 14.05.2017, stellte gegen 16.45 Uhr ein Passant fest, dass bei einem in der Straße „Am Steinfeld“ in Forstern abgestellten Sattelauflieger, der einen Tankcontainer geladen hatte, eine rostbraune, wässrige Flüssigkeit herabtropfte. Der Sattelauflieger war als Gefahrguttransport gekennzeichnet. Der Passant verständigte über den Notruf die Polizei. Daraufhin wurden neben der Polizei zahlreiche Feuerwehren aus dem Landkreis Erding und dem angrenzenden Landkreis Ebersberg sowie Rettungsdienste nach Forstern alarmiert.

Nach verschiedenen - von der Feuerwehr durchgeführten - Messungen konnte Entwarnung gegeben werden, da es sich bei der Flüssigkeit nicht um Gefahrgut, sondern lediglich um verschmutztes Regenwasser handelte.

Die Überprüfungen des Gefahrgut-Trupps der Autobahnpolizeistation Hohenbrunn (zuständig für den gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord) am Montag ergaben, dass der Tankcontainer leer und ungereinigt war. Es befand sich jedoch eine Restmenge einer brennbaren Flüssigkeit im Tankcontainer. Da von den Dämpfen dieser Flüssigkeit eine nicht zu vernachlässigende Brandgefahr ausgeht, unterliegt der Tankcontainer in vollem Umfang den Gefahrgutvorschriften. Folglich hätte der Fahrer, ein 31jähriger Münchner, den Sattelanhänger mit dem Tankcontainer nicht unbewacht an der Straße abstellen dürfen, sondern in einer Halle der zugehörigen Werkstatt. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Gefahrgutrecht mit einem Bußgeld von rund 280,-- €.

Die Gemeinden der eingesetzten Feuerwehren werden möglicherweise prüfen, die Kosten für den Feuerwehreinsatz dem Fahrer bzw. seiner Firma in Rechnung zu stellen.

APS Hohenbrunn

 
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