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Öffentliche Pflichthegeschau für den Landkreis Erding PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 19. April 2017

Hegeschau des Landkreises Erding, 21. April 2017, 19 Uhr, Gasthof Klement, Münchnerstr. 3, 84424 Isen

„Jagdliche Bilanz ist Information und Auftrag zugleich“

Der Kreisjagdverband Erding e.V. veranstaltet jährlich im Auftrag des Landratsamtes Erding die öffentliche Pflichthegeschau in Isen. Den gesetzlichen Vorgaben folgend, müssen hier die Trophäen des erlegten männlichen Schalenwildes aus dem Landkreis Erding vorgelegt werden. Die Vorlage hat also nichts mit Trophäenkult zu tun, sondern ist schlicht eine gesetzliche Vorgabe.

Das Jagdjahr 2016/2017 endete mit dem 31.03.2017. Nach diesem Tag sind die Revierinhaber des Landkreises Erding aufgefordert, der Unteren Jagdbehörde mit Ihren Streckenlisten über die erlegten und verunfallten Tiere aller Wildarten aus ihrem Revier zu berichten. Auf der öffentlichen Pflichthegeschau informieren die Vertreter der Unteren Jagdbehörde und des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten über die jagdlichen Vorkommnisse und die Erfüllung der behördlichen Vorgaben. Zudem haben die Vertreter der mit der Jagd befassten Interessensgruppen und der Politik die Möglichkeit mit den Jägern des Landkreises über alle jagdlichen Themen zu sprechen. Die öffentliche Pflichthegeschau erfüllt somit wichtige Aufgaben, wenn es darum geht, die Jagd im Landkreis Erding zu diskutieren.

Der Vorsitzende des Kreisjagdverbandes Erding, Thomas Schreder, betonte die große Bedeutung der Hegeschau für den Landkreis und nutzte die Gelegenheit sich bei allen Beteiligten zu bedanken: „Es ist schön zu sehen, wie gut hier im Landkreis Erding die Zusammenarbeit zwischen den Behörden, den Interessensverbänden, der Politik und den Jägern funktioniert. Wenn es auch manchmal unterschiedliche Meinungen gibt, finden wir in Erding meist eine für alle Seiten tragbare Lösung, die das Wild aber auch die Landwirtschaft und den Forst entsprechend berücksichtigt.“ Eine klare Absage erteilte Schreder allerdings denjenigen, die versuchen die Jagd zum Spielball verbandlicher, behördlicher oder politischer Interessen zu machen. „Jagd ist keine reine Dienstleistung, Jagd ist keine Schädlingsvertilgung. Die Jagd ist ein Kulturgut! Sie übernimmt viele Aufgaben für die Allgemeinheit, insbesondere für die Grundbesitzer nicht aber, ohne dabei den Respekt vor den Wildtieren zu vernachlässigen und ein starkes Augenmerk auf die Erhaltung der Wildlebensräume zu legen! Als Anwalt der Wildtiere ist das eine unserer wichtigsten Aufgaben.“

Thomas Schreder

 
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