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Visum kurzerhand selbst verlängert - Bundespolizisten am Flughafen München zeigen Japanerin an
Mittwoch, 19. Juli 2017

Flughafen München - Sie studierte bis 2015 in Tschechien, war seitdem immer wieder für drei Monate dort. Der letzte Besuch in Europa dauerte aber etwas länger. Da verlängerte die Japanerin ein altes, bereits abgelaufenes Visum offensichtlich einfach selbst. Am Dienstagnachmittag (18. Juli) ging die 22-Jährige damit aber Bundespolizisten am Münchner Flughafen ins Netz. Als die Beamten die junge Frau zur Ausreise nach Tokio kontrollierten, fielen ihnen Manipulationen am Visum in deren Reisepass auf.

Die junge Japanerin war im März dieses Jahres ins Schengengebiet eingereist und hatte sich seither hier aufgehalten. Ohne Visum dürfte sie dies aber nur maximal drei Monate im Halbjahr. Gestern wollte sie im Erdinger Moos ihren Heimflug nach Tokio antreten. Bei der Ausreisekontrolle fiel Bundespolizisten erst auf, dass die 22-Jährige länger im Schengengebiet war als ohne Visum erlaubt; dann bei genauerem Hinsehen, dass an einem Visum im Pass der jungen Frau manipuliert worden war. Also nahmen die Beamten die Reisende zur genaueren Prüfung des Sachverhalts mit zur Wache.

Dort gab die junge Frau aus dem Land der Morgenröte auch sofort alles zu. Sie erzählte den Beamten, dass sie selbst die Veränderungen an besagtem Visum vorgenommen habe. Als ihr bewusst geworden sei, dass sie länger als erlaubt in Europa sei und sie bei der Ausreise eventuell Probleme bekommen würde, habe sie im Juni nach einer Lösung gesucht. Diese fand die Asiatin wohl auch schnell. Pragmatisch, leider aber auch illegal. Sie habe sich an ein bereits abgelaufenes Visum aus 2013 in ihrem Reisepass erinnert. Dieses hatte sie dann augenscheinlich einfach selbst verlängert, indem sie am Ablaufdatum manipuliert hatte. Aus Ende Juli 2013 wurde so schnell Ende Juli 2018. Die Studentin war sich ihres Talents offensichtlich so sicher, dass sie dann bei der Ausreisekontrolle den Münchner Grenzpolizisten auf die Frage nach ihrer Aufenthaltsdauer ohne Umschweife sofort das manipulierte Visum unter die Nase hielt. Diese hatten dann aber auch sofort den Fehler erkannt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte die 22-Jährige dann auch ihren Heimflug antreten; allerdings ohne das manipulierte Visum, dafür aber mit einer Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und unerlaubten Aufenthalts im Gepäck.

Christian Köglmeier
Bundespolizei Flughafen München

 
Urlaubszeit ist Reisezeit - Der Zoll informiert
Mittwoch, 19. Juli 2017

Die Sommerferien und damit auch die Hauptreisezeit stehen kurz bevor. Doch welche Andenken und Mitbringsel darf ich aus meinem Urlaub mitnehmen?

Gerhard Rittenauer, Leiter des Hauptzollamts München, rät: "Wir haben Schmuggler im Visier - auch im Reiseverkehr. Unwissenheit schützt leider nicht vor Strafe. Damit Ihr Urlaub erholsam und ohne Ärger mit dem Zoll zu Ende geht, sollten Sie sich schon vor Urlaubsantritt über die wichtigsten Bestimmungen informieren." Ein Besuch im Internet unter www.zoll.de ist dabei sehr hilfreich. Man kann sich aber auch kostenlos die Smartphone-App "Zoll und Reise" herunterladen. Zur Vermeidung von Roaming-Gebühren benötigt die App keine Internetverbindung und ist daher für den Urlaub im Ausland bestens geeignet.

Reisefreimengen

Bei Einreisen aus Nicht-EU-Ländern sind für zu nichtgewerblichen Zwecken bestimmte Waren bis zu bestimmten Höchstmengen pro Person, zum Beispiel 200 Zigaretten (soweit mindestens 17 Jahre alt), 1 Liter Alkohol (soweit mindestens 17 Jahre alt) und alle anderen Waren, beispielsweise Schmuck- und Kleidungsstücke, bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro (Einreise mit Flugzeug oder Schiff) beziehungsweise 300 Euro (für alle anderen Reisewege z.B. Auto oder Bahn) einfuhrabgabenfrei. Bei Reisenden unter 15 Jahren gilt jeweils ein Warenwert von insgesamt 175 Euro. Übersteigt etwa ein Schmuckstück diese Wertgrenzen, muss der gesamte Warenwert verzollt und versteuert werden. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein Geschenk handelt oder die Ware für den privaten Gebrauch gekauft wurde. Auch bei der Einreise von den Kanarischen Inseln sind nur Waren innerhalb der genannten Mengen- und Wertgrenzen frei von Einfuhrabgaben.

Artenschutz

Zum Schutz der bedrohten Tier- und Pflanzenwelt rät der Zoll, auf lebende Exemplare aus Fauna und Flora zu verzichten. Der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen, Teilen davon oder Waren daraus ist untersagt oder streng reglementiert. Verstöße werden verfolgt und zudem müssen Sie neben der Einziehung der Waren mit hohen Bußgeldern oder gar Strafen rechnen. Welche Tiere und Gegenstände besonders geschützt sind finden Sie unter www.artenschutz-online.de.

Kulturgüterschutz

Kulturgüter kann ein Urlauber nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennen. "Kulturgüter" sind Gegenstände, die für die Archäologie, Geschichte, Literatur, Kunst oder Wissenschaft ein bedeutungsvolles Gut darstellen. Hierzu zählen seltene Mineralien, auch Antiquitäten, bedeutende Bücher, Bilder und Zeichnungen. Diese unterliegen in vielen Ländern sehr strengen Ausfuhrbeschränkungen oder -verboten. Wer aus dem Urlaub ein besonderes Souvenir mitbringen möchte, sollte sich daher stets informieren, was man aus dem jeweiligen Land mitnehmen darf und was nicht bzw. gänzlich auf derartige Souvenirs verzichten.

Produktpiraterie

Bekleidung, Fanartikeln, Kosmetika, Taschen und Uhren und Ähnliches namhafter Markenhersteller werden in den Urlaubsländern häufig zu Spotpreisen angeboten. Aber Vorsicht! Viele solcher vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich häufig als qualitativ minderwertige Fälschungen, die sehr gesundheitsgefährdend sein können. So werden beispielsweise nachgeahmte Textilien nicht selten mit giftigen Farbstoffen hergestellt. Der Zoll empfiehlt deshalb, im Urlaub auf den Kauf solcher Waren zu verzichten.

Barmittel

Zu beachten ist auch, dass mitgeführte Barmittel ab 10.000 Euro oder mehr bei der Einreise in die Europäische Union (EU) oder Ausreise aus der EU eigenständig und ohne Aufforderung schriftlich beim Zoll angemeldet werden müssen. Damit soll die Geldwäsche bekämpft und die Finanzierung terroristischer Vereinigungen verhindert werden. Innerhalb der EU müssen beim Grenzübertritt mitgeführte Barmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr nur nach Aufforderung mündlich angezeigt werden.

Hauptzollamt München
Thomas Meister

 
Last-Minute-Lehrstellenvermittlung
Dienstag, 18. Juli 2017

Der Countdown zum Ausbildungsbeginn im September 2017 läuft. Jugendliche aus dem Landkreis Erding, die bisher keine passende Lehrstelle gefunden haben und noch nicht mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur Erding in Kontakt stehen, können sich am

Mittwoch, 26. Juli 2017 von 8:30 bis 12 Uhr in der Agentur für Arbeit Erding Freisinger Str. 67, 85435 Erding

über offene Ausbildungsplätze in der Region informieren. Die Berufsberater/innen stehen den Ausbildungssuchenden an diesem Vormittag – ohne Voranmeldung und Termin – mit Rat und Tat zur Seite. Interessierte Jugendliche melden sich bitte an der Kundentheke im Eingangsbereich der Arbeitsagentur.

„Zum Bewerben ist es noch nicht zu spät. Für geeignete und motivierte Jugendliche haben wir aktuell noch Ausbildungsstellen in den unterschiedlichsten Berufen im Angebot: Gesucht werden beispielsweise angehende Verkäufer/innen, Kaufleute in den Bereichen Einzelhan- del oder Speditions- und Logistikdienstleistungen, Lagerlogistik-Fachkräfte, Fluggeräteme- chaniker/innen, Verwaltungsfachangestellte, Elektroniker/innen, Fleischereifachverkäu- fer/innen, Maurer/innen und andere“, erläutert Karin Weber, Chefin der Agentur für Arbeit Freising.

Zum Beratungstermin sollten die Jugendlichen ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, also Lebenslauf und Zeugnisse, mitbringen. „Manchmal genügt ein Blick in die Unterlagen, um zu sehen, warum es bisher nicht mit einer Lehrstelle geklappt hat. Hier helfen wir mit guten Tipps. Im Idealfall können unsere Berufsberater/innen außerdem sofort Kontakt zu einem passenden Ausbildungsbetrieb herstellen.“

Christine Schöps
Agentur für Arbeit

 
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